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Imkern in der City: Honig vom Dach des „Mercure“ - Mercure Hotel Potsdam City

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Imkern in der City: Honig vom Dach des „Mercure“

Im Frühjahr sollen 40000 Honigbienen in den Lustgarten ausschwärmen

Von Nadine Fabian Innenstadt – Potsdam erwartet im Frühjahr 40000 neue Einwohner.
Glauben Sie nicht? Aber bitte! Spätestens, wenn die ersten Blüten im Lustgarten sprießen, soll’s soweit sein: Vier Bienenvölker ziehen ins Hotel „Mercure“ – oder vielmehr auf dessen Dach knapp 55 Meter über Potsdamer Normalnull.
„Das ist unser Beitrag zur Entwicklung des Lustgartens“, sagt Hotelchef Marco Wesolowski wohlwissend, dass er provoziert. Immerhin stand bis vor Kurzem zu Füßen des Hotels jene Infobox, in der die Potsdamer ihre Ideen zur
künftigen Gestaltung des Areals abgeben konnten. Aus diesen Anregungen erarbeiten nun Stadt und Landschaftsplaner sowie Architekten eigene Konzepte, die die Bürger ab Mitte November (dann erneut in der Infobox) debattieren sollen. Das „Mercure“ – geliebt, gehasst, geduldet – wird dabei sicher auch eine wichtige Rolle spielen, denn wer über den Lustgarten diskutiert, diskutiert eben auch immer über den Erhalt oder den Abriss des DDR-Hotelriesen.

Der soll nun aber erst einmal Potsdams größten Stadtbienenstaat aufnehmen. Wer fürchtet, dass die Bienen in der City darben, kann sich entspannen. Der Lustgarten und die bereits zu Kaisers Zeiten gegründete Kleingartensparte „Hinzberg“ bieten in unmittelbarer Nähe einen Blüten- Mix, der vielfältig und auch reichlich
ist. Das hat MarcoWesolowski in der Mittagspause ausgekundschaftet. Ehrensache, denn die Bienen gehören zur Familie, genauer gesagt gehören sie seiner Ehefrau.
Katharina Wesolwoski ist Jungimkerin und gerade dabei, die erste Saison unterm Schleier zu beenden.
Rund 20000 Bienen hält sie im heimischen Garten im Barnim. Und sie will mehr, so begeistert ist sie inzwischen von den nützlichen Tierchen. Die sammeln nämlich nicht nur Nektar und Pollen und entwickeln daraus Honig.
Sie sind auch Profis in Sachen Bestäubung – kein Tier oder der Wind können da mithalten. Und der Mensch schon gar nicht, wie KatharinaWesolowski selbst erfahren hat. Einst ist sie mit dem Pinsel von Blüte zu Blüte durch den Garten gewetzt. „Jetzt musst du nur noch bs-bs machen“, schäkerte der Gatte und weckte damit die
Neugier. Katharina Wesolowski wälzte Imker-Literatur, belegte Kurse und erlag der Faszination Honigbiene.

Die „Mercure“-Bienen möchte die Steuerfachangestellte und Mutter zweier kleiner Töchter zusätzlich
zu den Zuhause-Bienen halten. Ein Stresstest? „Niemals! Ich muss ja nicht jeden Tag nach Potsdam fahren und gucken, ob die Bienen Schnupfen haben. Außerdem“, sie zwinkert ihrem Mann zu, „ziehe ich mir ja gerade meinen Imker-Gehilfen heran.“

Mitdemersten Mercure-Honig sei zur Sommerferienzeit zu rechnen. „Der landet natürlich auf dem Frühstücksbuffet für unsere Gäste“, sagt Marco Wesolowski. Name der Cuvée? „Das sollen die Potsdamer entscheiden.“

Die Qualität von Honig aus der Stadt ist übrigens mit der von Landhonig gleichzusetzen. Das haben Projekte in Berlin gezeigt. Außerdem erprobt: das Verhältnis Großstädter–Biene. Schon länger beherbergt
dasWestin Grand Berlin, Partner des Mercure, Bienen. Im ersten Jahr habe man niemandem
davon erzählt, so Sprecherin Andrea Bishara. „Wir wollten sehen, ob’s auffällt. Ist es aber nicht.“ Die Biene habe ohnehin kein Interesse am Menschen: „Sie geht nur auf Pollensuche.“

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